Von Auckland aus ging unsere Reise Richtung Norden, ins sogenannte Northland.
Erste Station war die Tutukaka Coast, die an sich wunderschön zum Baden, Schnorcheln und Tauchen wäre, wo uns aber leider ein starker Regentag einen Strich durch die Rechnung machte. Somit düsten wir am nächsten Tag gleich weiter in Richtung Norden.
Mit diesem Regentag war auch der Herbst ins Land gekommen: Die Temperaturen gingen um 4-5 Grad zurück (wobei noch immer angenehm mit ca. 20-25 °C und viel Sonnenschein), aber morgens/abends konnte man schon einen Pullover vertragen.
Unsere nächste Destination war Paihia, in der schönen Bay of Islands, wo wir uns für drei Nächte in einem kleinen Hotel einquartierten.
Wir erkundeten die Gegend und entdeckten einen netten Ort namens “Kerikeri” (die Neuseeländer sprechen es “Kirikiri” aus), der von zahlreichen Obst- und Gemüseplantagen umgeben war und sich wunderbar zum Spazierengehen eignete.


Nach dieser “Anstrengung” wurde es wieder einmal Zeit für eine Kaffeepause ;-) und wir entdeckten zufällig das Café “The Falls”, das einem Einfamilienhaus mit äußerst gepflegtem Garten ähnelte und eine herrliche Terrasse mit endlosem Ausblick in die Natur zum Ausspannen hatte. Als wir dort so gemütlich saßen und in die weite Ferne blickten, dachten wir beide: So könnte unser Traumgrundstück aussehen. Tja, aber wie nur dieses wunderschöne Grundstück nach OÖ transportieren? (Wird wohl nix, also bleibt uns nichts anderes übrig als weiter zu suchen). Aber für alle, die noch nicht wissen wie unser Grundstück aussehen soll und uns bei der Suche unterstützen wollen, haben wir es bildlich festgehalten :-)


Am Tag darauf unternahmen wir eine Tour zum nördlichsten Punkt Neuseelands, dem Cape Reinga. Abfahrt war bereits um 7.15 Uhr (zum Leidwesen von Claudia … ihr zweiter Vorname lautet bekanntlich ja so ähnlich wie ”Morgenmuffel” … siehe Foto), mittels einem speziellem Bus (der auch am Stand entlangbrausen konnte) von “AwesomeNZ”. Unser Busfahrer Craig war nicht nur Chauffeur, sondern auch Guide und Entertainer, ein lustiger und unterhaltsamer Kerl, der den ganzen Tag über immer einen Scherz auf den Lippen hatte.

Die erste Station dieser Tour führte uns nach Manginangina, in einen Kauri Forest, wo wir die sehr, sehr alten und riesengroßen Kauri-Bäume hautnah erleben konnten.


Weiter ging es zum Cape Reinga, an dessen Stelle die tasmanische See und der pazifische Ozean zusammenstießen, was ein spannendes Schauspiel ergab. Leider konnten wir den bezaubernden, kleinen Leuchtturm, der das Cape “bewacht” aufgrund eines “Faceliftings” nur von außen besichtigen.




Das Highlight des Tages war sicherlich das “Sandboarding”. Wir bekamen von unserem Guide kleine Surfboards, erhielten eine Einschulung von ihm über deren optimale Benutzung, stapften danach mit den Boards unter den Armen die nicht mehr endendwollenden Sanddünen hoch und los ging’.


Das Geheimnis des Erfolges: Bis zur Hüfte auf’s Brett legen, mit den Ellenbogen auf dem Board abstützen, Füße hoch und Vollgas nach unten. Und so sah das Ganze aus:


Zum Abschluss fuhren wir noch mit dem Bus am Strand den beeindruckenden Ninety Mile Beach entlang (der in Wahrheit nur 70 Meilen lang ist wie sich nun herausstellte), wo sich die tasmanische See von ihrer rauen, aggressiven Seite zeigt … diese Abenteuerfahrt ist nur bei Ebbe möglich!

Kleine Wissenskunde:
– Neuseeland besteht aus zwei Inseln: der Nord- und der Südinsel
– Der Zeitunterschied zur Heimat beträgt derzeit +12h
– Es herrscht Linksverkehr, der für uns “auf-der-richtigen-Seite-Fahrer” anfangs eine
kleine Herausforderung darstellte
– Der Sternenhimmel präsentiert sich uns “verkehrt”, z.B. steht der Große Wagen quasi
auf dem Kopf
– Faschingsdienstag gibt es zur Freude von Claudia nicht wirklich
– Christchurch: Nach dem verheerendem Erdbeben wird in ganz Neuseeland für
die Aufräumarbeiten und den Wiederaufbau gesammelt, gespendet und
zusammengeholfen. Die gegenseitige Unterstützung der Menschen in diesem Land ist
sehr beeindruckend und überall zu spüren
– Unser versprochener kleiner Wissenstest zum Schluss: Was verstehen die
Neuseeländer unter Kiwis?
a) Sich selbst
b) Grüne wohlschmeckende Früchte
c) Kleine flauschige flugunfähige Vögel
Neueste Kommentare