Abel Tasman Nationalpark
22 03 2011Zum ersten Mal gestaltete sich die Suche nach einer (dem strengen Kriterienkatalog von Claudia entsprechend passenden) Unterkunft etwas schwieriger (vermutlich deshalb weil wir mit 3-4 Nächten doch länger als sonst bleiben wollten und auch gerade Wochenende war). Letztlich fanden wir aber in dem kleinen Küstenort Marahau, unmittelbar am Eingang des Nationalparks, eine wahre Perle. Die ‘Abel Tasman Ocean View Chalets’ boten kleine schmucke Holzhäuschen, liebevoll in den Hang gebaut und umgeben von den Ausläufern des Nationalparks, sprich Natur pur.
Die 4 Tage verbrachten wir mit einer guten Mischung aus Activities und “Chilling”:
– Wandern im Nationalpark am bekannten “Abel Tasman Coast Track”
Das Water Taxi brachte uns bis zur Bucht von Anchorage und von dort aus wanderten wir die Küste entlang am Track zurück bis Marahau.
An einem anderen Tag wanderten wir bis zur Tinline Bay und entlang des ‘Nature Walk’.
– Kajaktour
Wir mieteten ein Kajak als ‘freedom rental’ (d.h. nach einer Einschulung im Trockenen und im Wasser paddelt man selbst auf eigene Faust los) und erkundeten so den Nationalpark vom Wasser aus. Wir starteten unseren Ausflug mit der Einführung um 8.30 Uhr – puh, war dies in der Badehose noch frisch um diese Zeit (10 °C) – und schließlich ging unsere Tour gegen 10 Uhr los, wo die Sonne schon strahlend vom Himmel schien und uns wärmte. Der Tag selbst war rundum sonnig und wie so oft angenehm warm :-)
Wir paddelten gemütlich die Küste entlang, erkundeten die kleine unbewohnte Insel ‘Adele Island’, wo wir Robben und ihre Babys im Wasser und am Land herumtollen sahen und gönnten uns die mitgebrachten Jausenbrote auf einem kleinen romantischen, nur vom Wasser aus zugänglichen Strand. In einer anderen Bucht wagten wir sogar den Sprung ins kühle Nass und genossen die Sonne am einsamen Strand, der uns ganz alleine gehörte.
Wir waren gut unterwegs, meist schön im gleichen Takt und “fast” immer gleicher Meinung in welche Richtung es gehen sollte (Der Guide warnte uns schon in der Früh mit den Worten: “Kajak bedeutet, dass sich nach 10 Minuten beide nicht mehr lieb haben, da der Hintere immer das Wasser vom Vorderen abbekommt und der Vordere immer in eine andere Richtung fahren möchte, als der Hintere lenkt”).
Nein im Ernst: Es klappte wirklich überraschend gut und sah auch sehr synchron und flott aus. Wir befolgten natürlich die allererste Regel im Kajak: To look good ;-)
– Porter’s Beach
Am späten Nachmittag erreichten die Gezeiten jeweils den Wassertiefststand und bei absoluter Ebbe hatte sich das Meer jeweils bestimmt 500 Meter oder mehr vom Ufer entfernt. Nach einem ausgedehnten Strandspaziergang (durch kleine Wassertümpel, die das Meer zurückgelassen hatte, über kleine Sandmulden und vorbei an zahllosen Muscheln) ließen wir den Tag in der Abendsonne am Porter’s Beach ausklingen: Wir saßen im Sand, links von uns 1km niemand, rechts 1km niemand, hinter uns 500m niemand und vor uns nur das weite Meer … wirklich skurril. Wenn man da an Griechenland und Italien denkt, wo man oftmals wie die Sardinen liegt…
Wir empfehlen jedem, der einen ruhigen und erholsamen Strand sucht, Porter’s Beach ab 16.00 Uhr :-)
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