Südsee: Anreise mit Hindernissen
28 04 2011Voller Vorfreude fanden wir uns am 27.4. am Flughafen von Ayers Rock ein, erledigten den Check-In und überpünktlich hob der Flieger um 15.30 Uhr Richtung Cairns ab. Wir teilten uns die insgesamt 115 verfügbaren Sitze mit nur 19 weiteren Fluggästen.
Der Aufenthalt in Cairns bis zum Weiterflug nach Auckland (Neuseeland) betrug 5 Stunden. Fürs erste klang dies ja eher harmlos, aber dass aus diesen paar Stunden noch viel mehr werden sollten, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die pünktliche Ankunft in Cairns sollte die letzte gute Nachricht rund um Flüge an diesem Tag sein.
Als wir in Cairns gemütlich zum Kaffeebereich schlenderten, sahen wir plötzlich unser Gepäck am Gepäcksband seine Runden drehen, obwohl es bis Rarotonga durchgecheckt worden war. Wir gingen mit unseren inzwischen doch etwas schwerer gewordenen ;-) Rucksäcken zum Gepäckservice und dann kam sie – die schlechteste Nachricht des Tages: Unser Flug Cairns – Auckland hatte bereits 3 Stunden Verspätung, was bedeutete, dass wir nur 15 Minuten in Auckland zum Transit hätten.
Und nun nahm die Geschichte seinen Lauf: Der Flug von Cairns nach Auckland war Teil unseres Round-the-world-tickets mit OneWorld, einem Zusammenschluss mehrerer Fluggesellschaften u.a. von British Airways, Qantas, American Airlines,… und wurde von der Billigfluglinie JetStar durchgeführt.
Für die Strecke Cairns – Auckland – Rarotonga benötigten wir 3 Flüge mit 3 verschiedenen Airlines, was sich leider durch die Verzögerung zu einem größeren Problem entwickelte.
Der Abflug war für 23.00 Uhr geplant und zu Beginn auf 1.00 Uhr verschoben worden. Letztlich flogen wir dann aber erst um 3.10 Uhr in der Früh ab. Neun endlos lange Stunden des Wartens auf dem kleinen Flughafen von Cairns und dem Wissen, dass wir damit in ein größeres Problem schlitterten, da wir den Anschlussflug in Auckland nicht mehr schafften.
Nach unzähligen Gesprächen mit JetStar, Internetrecherchen und Telefonaten um eine Ticketumbuchung wurde uns von der Fluglinie Air Newzealand angekündigt, dass der nächste Flug erst einen Tag später ging und die Umbuchung ca. 700 Euro kosten würde.
Mit den Nerven doch ziemlich am Ende, kamen wir schließlich um 9.30 Uhr in Auckland an, wo unser Anschlussflug auf die Cook Islands natürlich schon längst über den Wolken war.
Nun begann die Suche nach jemandem, der uns weiterhelfen konnte. JetStar war – wie sollte es auch anders sein – nicht zu erreichen und von der versprochenen Vorabinfo unserer Situation an die lokale Niederlassung war weit und breit nichts zu bemerken, d.h.: Kein Taxi und kein Hotel wie uns versprochen wurde.
Nach 3 Stunden langer Gespräche mit den Fluglinien Air Newzealand und Qantas, die für unser Problem im Grunde genommen gar nicht zuständig aber sehr verständnisvoll und bemüht waren, kam letztlich die so positive Überraschung: Qantas übernahm die Mehrkosten für die Umbuchung und Air Newzealand reservierte uns zwei Plätze für den Flug am nächsten Tag.
Müde und k.o. nach 34 Stunden auf den Beinen (mit vielleicht 2,5 – 3 Stunden Schlaf im Flieger bzw. Flughafen), aber glücklich, dass es letztlich doch noch gut ausgegangen war, fuhren wir mit dem Taxi nach Auckland City ins Rendezvous Hotel, das wir schon bei unserem ersten Besuch in Auckland besucht hatten.
Wir schlenderten noch einmal die von Claudia so geliebte Einkaufsmeile “Queenstreet” entlang, gönnten uns einen leckeren Starbucks-Kaffee (welch’ Überraschung), fanden Zeit für einen Kurzbesuch bei Esprit und verwöhnten uns kulinarisch mit japanischem Essen. Die Geschäfte hatten mittlerweile ihr Sortiment auf Wintermode umgestellt, was uns etwas skurril anmutete, da wir ja gerade aus dem 30 °C heißen Ayers Rock kamen.
Neuseeland hatte uns also für ein paar Stunden wieder (natürlich mit schönem Wetter) und auch der ‘zweite’ Eindruck bestätigte unsere Erfahrungen von unserem einmonatigen Aufenthalt: Die Kiwis sind wirklich ungemein nett und freundlich und das Land hat eine tolle Atmosphäre.
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