Südsee: Anreise mit Hindernissen

28 04 2011

Voller Vorfreude fanden wir uns am 27.4. am Flughafen von Ayers Rock ein, erledigten den Check-In und überpünktlich hob der Flieger um 15.30 Uhr Richtung Cairns ab. Wir teilten uns die insgesamt 115 verfügbaren Sitze mit nur 19 weiteren Fluggästen. 

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Der Aufenthalt in Cairns bis zum Weiterflug nach Auckland (Neuseeland) betrug 5 Stunden. Fürs erste klang dies ja eher harmlos, aber dass aus diesen paar Stunden noch viel mehr werden sollten, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die pünktliche Ankunft in Cairns sollte die letzte gute Nachricht rund um Flüge an diesem Tag sein.

Als wir in Cairns gemütlich zum Kaffeebereich schlenderten, sahen wir plötzlich unser Gepäck am Gepäcksband seine Runden drehen, obwohl es bis Rarotonga durchgecheckt worden war. Wir gingen mit unseren inzwischen doch etwas schwerer gewordenen ;-) Rucksäcken zum Gepäckservice und dann kam sie – die schlechteste Nachricht des Tages: Unser Flug Cairns – Auckland hatte bereits 3 Stunden Verspätung, was bedeutete, dass wir nur 15 Minuten in Auckland zum Transit hätten.

Und nun nahm die Geschichte seinen Lauf: Der Flug von Cairns nach Auckland war Teil unseres Round-the-world-tickets mit OneWorld, einem Zusammenschluss mehrerer Fluggesellschaften u.a. von British Airways, Qantas, American Airlines,…  und wurde von der Billigfluglinie JetStar durchgeführt.
Für die Strecke Cairns – Auckland – Rarotonga benötigten wir 3 Flüge mit 3 verschiedenen Airlines, was sich leider durch die Verzögerung zu einem größeren Problem entwickelte. 

Der Abflug war für 23.00 Uhr geplant und zu Beginn auf 1.00 Uhr verschoben worden. Letztlich flogen wir dann aber erst um 3.10 Uhr in der Früh ab. Neun endlos lange Stunden des Wartens auf dem kleinen Flughafen von Cairns und dem Wissen, dass wir damit in ein größeres Problem schlitterten, da wir den Anschlussflug in Auckland nicht mehr schafften.  
Nach unzähligen Gesprächen mit JetStar, Internetrecherchen und Telefonaten um eine Ticketumbuchung wurde uns von der Fluglinie Air Newzealand angekündigt,  dass der nächste Flug erst einen Tag später ging und die Umbuchung ca. 700 Euro kosten würde.

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Mit den Nerven doch ziemlich am Ende, kamen wir schließlich um 9.30 Uhr in Auckland an, wo unser Anschlussflug auf die Cook Islands natürlich schon längst über den Wolken war.

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Nun begann die Suche nach jemandem, der uns weiterhelfen konnte. JetStar war – wie sollte es auch anders sein – nicht zu erreichen und von der versprochenen Vorabinfo unserer Situation an die lokale Niederlassung war weit und breit nichts zu bemerken, d.h.: Kein Taxi und kein Hotel wie uns versprochen wurde.

Nach 3 Stunden langer Gespräche mit den Fluglinien Air Newzealand und Qantas, die für unser Problem im Grunde genommen gar nicht zuständig aber sehr verständnisvoll und bemüht waren, kam letztlich die so positive Überraschung: Qantas übernahm die Mehrkosten für die Umbuchung und Air Newzealand reservierte uns zwei Plätze für den Flug am nächsten Tag.

Müde und k.o. nach 34 Stunden auf den Beinen (mit vielleicht 2,5 – 3 Stunden Schlaf im Flieger bzw. Flughafen), aber glücklich, dass es letztlich doch noch gut ausgegangen war, fuhren wir mit dem Taxi nach Auckland City ins Rendezvous Hotel, das wir schon bei unserem ersten Besuch in Auckland besucht hatten.

Wir schlenderten noch einmal die von Claudia so geliebte Einkaufsmeile “Queenstreet” entlang, gönnten uns einen leckeren Starbucks-Kaffee (welch’ Überraschung), fanden Zeit für einen Kurzbesuch bei Esprit und verwöhnten uns kulinarisch mit japanischem Essen. Die Geschäfte hatten mittlerweile ihr Sortiment auf Wintermode umgestellt, was uns etwas skurril anmutete, da wir ja gerade aus dem 30 °C heißen Ayers Rock kamen.

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Neuseeland hatte uns also für ein paar Stunden wieder (natürlich mit schönem Wetter) und auch der ‘zweite’ Eindruck bestätigte unsere Erfahrungen von unserem einmonatigen Aufenthalt: Die Kiwis sind wirklich ungemein nett und freundlich und das Land hat eine tolle Atmosphäre.

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Ayers Rock

26 04 2011

Von Cairns aus flogen wir am 25.4. nach Ayers Rock zum Uluru, dem heiligen Berg der Aborigines und dem heimlichen Wahrzeichen von Australien (neben Sydney Opera & Harbour Bridge).
Am Flughafen übernahmen wir unser Mietauto einen Toyota Corolla (laut Aussage von Claudia: “Endlich einmal ein “normales” Auto”) mit Schaltgetriebe. Voller Erwartungen stiegen wir in unseren fahrbaren Untersatz und mussten nach einigen Metern feststellen, dass wir uns doch schon sehr an die Annehmlichkeiten einer Automatik gewohnt hatten. Aber nach kurzer Zeit hatten wir den Dreh wieder heraus ;-)

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“Uluru – just a big bloody rock” wie viele Australier nicht ganz zu sagen pflegen, kann einem doch mit seiner vollen Pracht den Atem rauben. Der Uluru besteht aus 650 Millionen Jahren altem Arkose-Sandstein und hat an der Basis einen Umfang von 9km (3,5km lang, 2,4km breit und 348m hoch).

Der Sonnenaufgang um 7.05 Uhr und der Sonnenuntergang um 18.25 Uhr verliehen dem Berg eine atemberaubende Kulisse. Vor allem der Sonnenuntergang war spektakulär, da die untergehende Sonne den Hügel in ein blutrotes Farbenspiel tauchte.

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Ca. 40 km von Ayers Rock entfernt lagen die 36 mächtigen, kuppelartigen Felsen Kata Tjuta (übersetzt bedeutet dies ‘viele Köpfe’), genanntdie Olgas”, die wir ebenfalls besuchten und bestaunten. Für die Ureinwohner manifestieren Uluru und Kata Tjuta wichtige Aspekte ihrer überlieferten Schöpfungsgeschichte, die sie mit dem Land verbinden.

Insgesamt kamen wir, in dem von Claudia so “geliebten”, Outback einige 100 Kilometer herum – wahrlich eine Weite mit sehr spärlicher Vegetation. Außer den lästigen Fliegen, die einem im Tageslicht (vor allem im Gesicht) jede Lust an gemütlichen Spaziergängen nahmen, begegneten uns keine gefährlichen Tierchen.

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Kulinarisch genossen wir zum ersten Mal ein richtiges Aussie-BBQ mit zartem Kängurufleisch und etwas gewöhnungsbedürftigem Krokodilfleisch. Unser Grillmeister gab sein Bestes und Frau fand an seinen Fähigkeiten nichts zum Aussetzen :-) 

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Nach vier Wochen Australien, das uns so manches “Tief” beschert hatte, freuten wir uns doch schon sehr auf die Weiterreise in die Südsee. Wie es dann weiterging? Tja, das ist eine andere Geschichte :-)

Jetzt heißt es erst einmal: Cook Islands wir kommen!

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Die gefahrenen Gesamtkilometer in Australien mit unserem Motorhome und dem Mietauto am Ayers Rock waren stolze 3667 km.

Unsere kleine Wissenskunde:
– Australien ist der fünfte und kleinste Kontinent der Erde und der einzige Staat der
   Welt, der eine gesamte Kontinentalmasse in Anspruch nimmt. Mit 7,7 Mio km² Fläche
   ist es nach Russland, Canada, China, USA und Brasilien das sechstgrößte Land der
  Erde und 21 Mal so groß wie Deutschland. An der breitesten Stelle misst es 
  ~4000km. 40% liegen in den Tropen. 21,2 Mio. Menschen bewohnen Australien. Die
  Hälfte der Landfläche wird von 0,3% der Bevölkerung bewohnt und ist damit praktisch
  menschenleer. Fast die Hälfte aller Australier leben in den Ballungszentren um Sydney
  und Melbourne. Hauptstadt ist Canberra.
– Auch in Australien wird links gefahren, woran man schon dessen Zugehörigkeit zum
   Commonwealth erkennen kann
– Ein Highway entspricht unserer Landstraße mit max. 100km/h
– Je weiter man an der Ostküste Richtung Norden kommt, desto tropischer wird das 
   Klima und desto weniger kann man im Meer schwimmen (Quallen, Krokodile & Haie)
– Um 18 Uhr ist es an der Ostküste bereits dunkel
– Aldi Stores: Sehen genauso aus wie unsere Hofer-Filialen, angefangen von den Fliesen
   bis zur Präsentation der Waren
– Karwoche: Gründonnerstag kannte man in Australien nicht, aber der Karfreitag (=
   Good Friday) war der wichtigste Feiertag in der Osterzeit
– Kurios: Es gibt in Australien auch Orte (z.B. Ayers Rock), wo es eine Zeitverschiebung
   um eine halbe (!) Stunde gibt und nicht nur um eine oder mehrere volle Stunden.



Ostern in Australien

24 04 2011

Am 23. April feierten wir Claudia’s Geburtstag. Es  gab sogar einen ‘Birthday Cake’ mit bunten M&M’s und Kerzen drauf (natürlich bedurfte dies perfekter Planung und wer das größte Stück davon abbekam wissen wir ja alle miteinander :-)
Am Abend wollten wir es noch einmal mit Steak-Essen versuchen, aber leider waren alle Restaurants wegen dem Osterwochenende vollkommen ausgebucht. Shit happens…

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Am Ostersonntag fand der Osterhase am Beifahrersitz ein leeres Plätzchen für sein Schoko-Osterei. Wer dies auf einen Sitz verspeiste brauchen wir, so glauben wir, nicht extra zu erwähnen. Für die leckeren Osterlämmchen unserer Mamas war es trotzdem kein Ersatz :-)

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McDonald’s – I’m lovin’ it: An diesem Slogan haben wir in Australien wirklich nichts aussetzen, da McDonalds in punkto Internet unser großer (und oftmals einziger) Freund und Helfer war. Wie einige unserer treuen Leser bemerkt haben, war die Internetverbindung und –möglichkeit in Australien wirklich äußerst begrenzt gewesen. Die ‚”Mäci-Pausen” ermöglichten uns neben einem Café Latte und WC-Besuch zumindest ab und zu einen Blick in den Cyberspace.

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Great Barrier Reef

22 04 2011

In Port Douglas buchten wir unsere letzte Aktivität – eine Tour zum Great Barrier Reef, dem größten Korallenriff der Erde, wo wir an 3 verschiedenen Stellen des Reefs viel Zeit zum Schnorcheln hatten. Mit ‘Stingersuits’ ausgestattet, hatten wir auch keine Angst vor den Quallen.
Claudia übertraf sich einmal mehr auf dieser Reise, denn sie sprang vom Boot direkt ins Meer, schnorchelte überall mit, tauchte einige Meter tief, schwamm knapp über den Korallen und man glaubt es kaum sogar über einen Riff-Hai hinweg. Wer Claudia’s Respekt vor dem Wasser kennt, weiß, dass dies eine tolle Leistung war.

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1600km von Rockhampton bis Cairns

19 04 2011

Da uns auch die kommenden Tage Wolken und Regen durch den Tag begleiteten, konnten wir uns so voll aufs Fahren “konzentrieren” und legten so in fünf Tagen 1600 Kilometer entlang des Bruce Highway (bei uns bezeichnet man das eher als Landstraße) zurück und kamen so unserem Ziel Cairns deutlich näher.
Unsere Route führte uns von Rockhampton über Sarina – Mackay – Airlie Beach – Townsville – Ingham – Tully (Australia’s wettest place: jährlich ca. 4m Regen, im Rekordjahr 7,5m und heuer vermutlich am Rekord kratzend, da es seit November schon so viel geregnet hat) – Innisfail  bis nach Cairns und dann noch weiter nördlich bis Port Douglas.

Landschaftlich gesehen gab es auf der Strecke kaum Highlights, jedoch präsentierten sich die Natur und das Klima immer tropischer je weiter wir nach oben kamen: Regenwälder, hohe Luftfeuchtigkeit, schwül und höhere Temperaturen.

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Kurz nach Townsville sahen wir die verheerenden Zerstörungen des Zyklons Yazi, der Ende Jänner auf die Küste Queenlands zugerast war und diese stark getroffen hatte: abgedeckte Häuser, geknickte Bäume, zerstörte Bananenplantagen, enthauptete Palmen, verwüstete Strandpromenaden sowie Straßen, die (mit bereits ausgebesserten) Schlaglöchern übersät waren.

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Ab Airlie Beach stellten wir fest, dass keine Menschen mehr im Meer schwimmen waren und als wir uns dem Strand näherten, wussten wir auch warum: Warnung vor hochgiftigen und lebensgefährlichen “Marine stingers” = Quallen (Box Jellyfish und Irukandji).

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Auf der Durchreise sahen wir aber nicht nur Warnungen vor Meerestieren, sondern erspähten auch wildlebende Wallabys, die wie kleine Kängurus aussehen. Kurz vor der Ortseinfahrt Port Douglas entdeckten wir später sogar Krokodile im Fluss.

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Queensland – “The Sunshine State” oder doch eher “Land des Regens”?

18 04 2011

In Tin Can Bay trafen wir auch ein sehr nettes Pärchen aus Tirol, “die Leni” und “den Michel” aus Seefeld, die so wie wir mit einem Campervan entlang der Ostküste unterwegs waren, allerdings in der entgegengesetzten Richtung. Nach ein paar gemeinsamen gemütlichen Stunden wurde es dann aber leider doch Zeit die Weiterfahrt anzutreten, da noch einiges an Kilometern vor uns lag.

Am Palmsonntag kamen wir nach einer langen Tagesfahrt in Rockhampton (genannt Rocky) an, etwas erschöpft und mit großem Hunger. In der Steakhauptstadt – “beef capital of Australia” – wollten wir uns am Abend  so ein richtig leckeres, saftiges Steak gönnen. Als wir dann aber so durch die Stadt spazierten, stellten wir doch mit einigem Erstaunen fest, dass wir uns in einer “Geisterstadt” bewegten: kaum Autos, kaum Leute und bis auf ein Pub war in der ca. 60.000 Einwohner-Stadt so ziemlich alles geschlossen. Und wie soll es anders sein – leider auch die Restaurants … also nix mit einem Mega-Steak in Rocky. Dafür gönnten wir uns noch ein Bierchen und fuhren dann doch etwas frustriert und hungrig zurück zum Campingplatz.

Doch das war noch nicht alles: Unser ständiger Begleiter der Regen meldete sich wieder einmal kräftig zurück. Nach dem Besuch im Visitor Centre in Rockhampton, in dem wir uns über einen Segeltrip auf den  Whitsunday Islands informieren wollten und den aktuellen Wetterbericht bekamen, fuhren wir geradewegs zum Supermarkt Coles und deckten uns mit Frustschoko und Frustchips ein – der Schokovorrat war schon nach einigen Kilometer Fahrt bedenklich geschrumpft ;-) Warum? Der Wetterbericht hatte durchgehend Regen für die kommenden 5 Tage verkündet. So beschlossen wir den Segelturn auf die Südsee zu verlegen. Hier half nicht einmal der Ausspruch den die Australier so gerne von sich geben: “Hi guys, no worries about that” :-(

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Sunshine Coast, Rainbow Beach & Fraser Island

17 04 2011

Am 11.4. unternahmen wir einen zweiten Anlauf der Abreise – über Brisbane ging es wieder nach Norden in den Bundesstaat Queensland bis an die Sunshine Coast nach Coolum Beach. Und was erwartete uns am Abend bei unserer Ankunft? Richtig geraten – Regen! Aber Gott sei Dank war es am nächsten Tag wieder sonnig und wir genossen die Stunden am kilometerlangen, endlos scheinenden Sandstrand.

Weiter ging es entlang der Sunshine Coast bis Noosa, anschließend  weiter über Gympie bis Rainbow Beach, einem äußerst netten kleinen Örtchen (nur 900 Einwohner) unterhalb von Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt.
Hier verbrachten wir 3 Nächte im Great Sandy Nationalpark. Es war eine sehr ruhige Gegend, direkt am Beach gelegen und doch mitten in der “Wildnis”, so ganz ohne Strom, fließend Wasser und Elektrizität (unser Motorhome ersetzte dies fast alles).
Zum Schwimmen fuhren wir an einen ca. 10 Minuten entfernten gesicherten Strand, da die Meeresbucht rund um den Nationalpark laut den Einheimischen doch mit einigen Haien gesegnet war (grundsätzlich sind wir für jeden Spaß zu haben, aber baden sollte man wirklich eher dort, wo Lifeguards anwesend und wenn erforderlich entsprechende Hai-Netze gespannt sind. Und Bekanntschaft mit den vielen gefährlichen Tierchen in Australien wollen wir nicht direkt persönlich machen, außer halt im Zoo ;-)

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Am 15.4. besuchten wir Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt. Diese Insel kann man mit Geländeautos erkunden oder was wir auch gesehen haben (bei vorhandenem nötigen Kleingeld) mit einem Kleinflugzeug am Strand landend.

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Die Insel besteht fast ausschließlich aus Sand, besitzt Regenwald und über 40 Süßwasserseen. Einer davon, Lake McKenzie, lässt einen glauben man sei auf den Malediven (weißer Sandstrand, Sandboden und trotzdem Süßwasser). Es war ein herrliches Gefühl beim Baden einmal kein Salz auf den Lippen zu schmecken.

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Von Rainbow Beach ging es einige wenige Kilometer weiter nach Tin Can Bay, wo wir die Gelegenheit hatten einen freilebenden Delfin aus nächster Nähe zu erleben und ihn auch selbst zu füttern.

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Byron Bay – die zweite

11 04 2011

Wir starteten bei Sonnenschein in Byron Bay und gingen davon aus, dass es woanders sicherlich auch so sein müsse… Doch falsch gedacht: Bereits ab Brisbane zogen Wolken auf und es begann in Strömen zu regnen.
Nach 250km Fahrt stoppten wir im Visitor Centre in Caloundra, wo wir von einem sehr hilfsbereiten Herrn sehr wertvolle Tipps bekamen und der uns ans Herz legte dort länger zu verweilen, wo das Wetter schön ist. Chris erzählte uns, dass dieses Jahr in Australien aus Wettersicht unberechenbar und sehr ungewöhnlich sei, denn normalerweise wäre es um diese Zeit trocken und sonnig, diese Saison regne es aber seit November fast durchgehend).
Uns seinen Rat zu Herzen nehmend drehten wir kurzerhand um, da wie so oft in den vergangenen Tagen die Wettervorhersage zum Heulen war, und düsten wieder retour nach Byron Bay um zumindest ein paar Sonnenstunden zu ergattern.

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Retour in Byron Bay begrüßte uns am nächsten Morgen wirklich die Sonne und am Sonntag und Montag war es endlich einmal heiß und sonnig, was zur Atmosphäre des typischen Surferortes Byron Bay passte. Das Flair war dort sehr entspannt und “surfercool”, also blieb uns nichts anderes übrig ;-) als Surfen zu üben, am Strand zu liegen, uns mit viel Sonnencreme einzucremen und den Griller anzuwerfen.

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Byron Bay

8 04 2011

Trotz des wechselhaften Wetters entschieden wir uns für 3 Nächte im Surferort Byron Bay (südlich von Brisbane, knapp unterhalb der Gold Coast im Bundesstaat New South Wales) und wurden für unseren “Mut” dann doch mit ein paar Sonnenstunden belohnt.

Diese nutzten wir zum Schwimmen, Lesen, Bodyboarding und ersten Surfversuchen. Markus nahm einen Vormittag lang Surflessons und konnte erste Steherfolge auf dem Board verbuchen – auf gefrorenem Wasser funktioniert es derzeit aber doch noch besser ;-) Auch Claudia versuchte so manches mit dem Bodyboard und dem Surfbrett und kämpfte tapfer mit oder doch eher gegen die Wellen?  :-)

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Wir hatten alles für Australien erwartet, nur nicht, dass wir uns um das Wetter Gedanken machen müssen. Immer wieder verdunkelte sich der Horizont und ein kleiner oder größerer Regenguss kam vom Himmel. Gott sei Dank meist am Abend,  aber manchmal wurden wir auch  schon in der Früh von einer “Morgendusche” begrüßt.

Nach 3 Nächten packten wir alles zusammen, besuchten  noch den schönen Leuchtturm am Cape Byron und machten uns auf den Weg in Richtung Norden entlang der Küste um unserem Fernziel Cairns ein paar Kilometer näher zu kommen. 

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Brisbane & Übernahme ‘Motorhome’

5 04 2011

Am 4.4. verabschiedeten wir uns von der brummenden Großstadt Sydney und flogen in Richtung der gemächlicheren Ostküste.

Brisbane – wie viele vorher meinten “Braucht man nicht unbedingt zu sehen” – überraschte uns mit einem sehr angenehmen, gemütlichen Flair, das uns zu einem ausgiebigen Stadtrundgang verleitete. Wir entdeckten eine gemütliche Fußgängerzone und rund um den Pier ließen wir den Abend stimmungsvoll in die Nacht übergehen.

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Zurück im Hotel kam allerdings der große Dämpfer und das erste richtige Stimmungstief auf unserer Reise: Der Blick in die Zeitung verhieß nichts Gutes, genauer gesagt der Wetterbericht, denn er war einfach nur frustrierend. Er prognostizierte die ganze Woche von Dienstag bis Sonntag Regen, Regen, Regen – egal ob Brisbane oder nördlich oder südlich davon.
Der nächste “Hammer” kam, als wir lasen, dass in Japan nun sogar schon radioaktives Wasser ins Meer gelassen wurde … in den schönen Pazifik, den wir entlang der Ostküste und später auch in der Südsee sowie in Hawaii für einige Zeit “unser Eigen” nennen. Ohne Worte.

Trotz all unserer “Sorgen” übernahmen wir am 5.4. unser Wohnmobil, den Spirit 2 TS Ultima von Maui (wir bekamen ein kostenloses Upgrade auf dieses neuere Modell). Es bot wirklich viel Platz und Komfort: Mercedes Sprinter, 7,25m lang, 2,33 m breit, 2,8m hoch, Automatik, mit kleinem WC und Dusche, Heiß-/Kaltwasser, Küchenzeile mit Spüle, Mikrowelle, Gasherd, alle möglichen Geschirrutensilien, außen angebrachtem Gasgriller (nach mehrmaliger Anwendung konnte sich manch’ Grillexperte doch noch ein wenig damit anfreunden …  aber trotzdem: nichts geht über einen richtigen Holzkohlegrill – einige unserer treuesten Leser werden hier sicherlich kopfnickend zustimmen, oder?)  und sonst notwendiger Campingausstattung. 
Und es gab so viel Stauraum, dass sich dies mit der Zeit fast als “Herausforderung” darstellte. Mehrmals täglich stellte sich jemand (es war immer die gleiche Person und wie soll es anders sein sie war weiblich) die Frage: “Hm, wo hab’ ich das noch einmal schnell hingegeben?” Die Antwort war ganz einfach: “Ich weiß es nicht mehr” :-)

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Nach einer genauen Einschulung starteten wir dann gleich einmal in den Regen. Aber welche Richtung sollten wir nehmen? Nach ein wenig hin und her entschieden wir uns uns Richtung Süden zu bewegen. Die Fahrt war ein Wechselbad der Gefühle – Regen und Sonne, Sonne und Regen.



Sydney

4 04 2011

Am 29.3. traten wir die Anreise von Neuseeland nach Australien an und landeten nach knapp 3 Flugstunden in Sydney. Unser Hotel, das Mercure Sydney,  befand sich in der George Street, die man mit der Mariahilfer Straße in Wien vergleichen kann, aber natürlich um einiges länger und viel “busy’er”.

Die 7 Tage, die wir in Sydney verbrachten, waren mit Sightseeing, essen, flanieren und doch auch mit ein bisschen Shopping ausgefüllt.
Wir besichtigten u.a.:
– die weltberühmte Oper,
– das Viertel “The Rocks”,
– die Harbour Bridge, die uns beim Überqueren der Brücke einen tollen Blick auf die  
   Sydney-Skyline ermöglichte,
– Darling Harbour (ein nobles Hafenviertel, das sich am Abend in eine Ausgehmeile
   verwandelt),
– Government House,
– den botanischen Garten,
– das Parlament
– die Bibliothek
– den Surferort und –beach Manly
– das Sydney Aquarium (natürlich mit Haien, Rochen und Quallen vertreten :-)
– und den wunderschönen Taronga Zoo mit Koalas, Kängurus, Walabys, Opossums
   uvm.

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Wie schon vor unserer Abreise vereinbart, trafen wir uns mit Benjamin, der hier in Sydney sein Auslandssemester auf der ‘University of Syndey’ absolviert und uns als Insider so manch tollen Tipp für diese Stadt geben konnte (Danke nochmals!).
Wir besuchten gemeinsam die wunderschöne Universität und verbrachten gemütliche Stunden im Café und abends bei ein, zwei Bierchen.

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Sydney – die Sonnenstadt Australiens – zeigte sich uns leider mit sehr wechselhaftem Wetter. Zu Beginn war es sonnig und heiß, danach bewölkt mit dem einen oder anderen kurzen Regenschauer und Wind. Am Abreisetag zeigte sie sich wieder von ihrer besten Seite mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen.

Neben Sightseeing konnten wir zum Glück für Claudia auch einen Tag für Shopping einlegen. Markus erledigte brav seine “Briefmarken-Hausübung” und wagte sogar einen Besuch beim Friseur :-)

Kulinarisch entkamen wir dank der ‚”Multikulti-Stadt” zum Glück dem Junk Food und genossen spanische Paella, japanische Küche und Seafood am Fish Market. Durch Zufall fanden wir auch eine ‘German Bakery’, die wirklich so auftischte wie zuhause, mit leckeren Vollkornweckerln, Zwetschken-Streusel-Kuchen und gefüllten Blätterteigtascherln und richtigem Schwarzbrot (einziger Wehrmutstropfen: für Claudia gab es keine Butterkipferl und Olivenweckerl … also keine Konkurrenz für die Bäckerei Moser ;-)

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